In fünf Minuten zum eigenen Haus

Es ist ja kein Geheimnis, wir sind vor ca. 2 Wochen eingezogen. Zwischen Grundstückskauf und Einzug lagen knapp 2,5 Jahre oder 29 Monate oder 126 Woche oder 880 Tage. 2,5 Jahre, die mich gefühlt 10 Jahre haben altern lassen. 2,5 Jahre in denen unser Geldbeutel, unsere Freunde und Familien aber vor allem unsere Nerven gelitten haben, sind nun abgeschlossen und dienen vielleicht irgendwann für ein paar Klugscheißer-Anekdoten für künftige Bauherren.

Hausbau_Video

Vielleicht geht es ja sogar soweit, das wir irgendwann darüber lachen können – ich glaube aber nicht daran. Möglicherweise sitze ich ja irgendwann im Schaukelstuhl und kann zukünftigen Bauherren mit unseren Horror-Storys Angst machen – und diese Bauherren werden genauso denken wie ich zu Beginn – sowas passiert doch nur anderen Leuten.

Bevor ich es vergesse, ich habe es endlich geschafft, unser Zeitraffer-Video fertig zu machen. Genauso hatte ich mir das vorgestellt, als ich die Kamera seinerzeit gekauft habe.

Wir haben es also überstanden, bis auf kleinere Mängel (und natürlich die nach wie vor fehlenden Bad-Möbel) ist alles fertig, sogar Heizung und Außengerät verrichten mittlerweile ihren Dienst.

Nun wäre für Gutmenschen die Zeit gekommen, tränenreich zu resümieren, die Bauphasen im Gedächtnis verschwimmend zu behaupten, so schlimm wäre es ja doch nicht gewesen und versöhnlich allen Baubeteiligten die Hand zu reichen.

Dieses Gutmenschentum ist glücklicherweise an mir vorbei gegangen, nicht geschimpft ist genug gelobt – das ist die Devise.

Allerdings müssen wir uns für die großartige Unterstützung aller Helfer beim Bau und beim Umzug bedanken, ohne die wir es sicher nicht geschafft hätten. Allen voran allerdings unseren Eltern, die uns sowohl finanziell als auch beim Bau unter die Arme gegriffen haben. Ohne diese Unterstützung hätte ich die Brocken schon lange hingeworfen.

Zusätzlich möchte ich mich bei meinen Eltern, meinen „Schwiegereltern“, diversen Handwerkern und sogar unserem Bauleiter danken. Hier und da fahre ich schon mal aus der Haut, wenn nicht alles so klappt, wie ich mir dies vorstelle. Und gerade bei der nervlichen Belastung während des Hausbaus, hat der Choleriker in mir die Kontrolle übernommen. Sicher häufig vollkommen zu Recht, sicher auch einige Male zu Unrecht. Es wurde aber immer mit Verständnis reagiert, jedem war bewusst, dass der Bau für uns eine Ausnahmesituation ist. Auch die Handwerker, denen ich gerne und deutlich aufgezeigt habe, was ich unter guter, sauberer Arbeit verstehe und was nicht – selbst sie haben dies (fast) kommentarlos akzeptiert. Vielleicht haben sie auch nur gedacht: „Lass den Idiot meckern“.

Damit ist meine Nettigkeits-Munition bereits verschossen, der nächste Beitrag wird also vermutlich eine extra-Portion Wut und Hass beinhalten.

Auf jeden Fall ist für die Zeit nach Karneval eine Einweihungs- und Danke-fürs-Helfen-Party geplant – schließlich brauchen wir eure Hilfe ja noch für Garten herrichten, Zaun aufstellen und Terasse und Einfahrt pflastern. 😉

Und dann sind wir vielleicht irgendwann komplett fertig, und ich kann im Sommer auf meiner Terasse sitzen, mir das Video zum Hausbau ansehen und denken: „War doch eigentlich gar nicht so schlimm“.

 

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